Hühner-und Taubenrassen

Nachfolgend finden Sie eine Auflistung der Hühner- und Taubenrassen, die in unserem Verein „beheimatet“ sind:

BANTAM: Entstehung vermutlich in Japan. Der Ortsname Bantam auf Java wurde immer wieder als Ursprungsregion angegeben.

BARNEVELDER: Im holländischen Ort Barneveld seit 1920 planmäßig erzüchtet.
BERGISCHE KRÄHER: Legendenhafte Berichte vom Ursprung dieser Rasse bei einem Köhler, später bei Graf Eberhard von Berg (Wuppergegend) im 12. Jahrhundert.
BERGISCHE SCHLOTTERKÄMME: Nachfahren der alten bergischen Landhuhnschläge Holthauser Schimmel und Kuchhauser Gelbe. Vor 1700 gab es dort gold- und silberhalsige, schwarze, gesperberte und weiße Land- hühner, die dann mit spanischen Rassen, von Mönchen eingeführt, gekreuzt wurden.
CHABOS: Einfuhren aus China nach Japan um 1630. Nach England bei Woodstock ab 1850.
DEUTSCHE ZWERG-LACHSHÜHNER: Bemühungen ab 1922 zur Verzwergung bei E. Heinz, Dresden. 1929 erste Ausstellungstiere in Leipzig.
DEUTSCHE ZWERG-LANGSCHAN: Johann Heermann, Wedel/Holstein wollte "ein kleines" Hühnchen, vornehm und edel, alles harmonisiert in vollkommener Weise". Dies gelang durch Verpaarung von großen Langschan, Zwerg-Cochin, Bantam und silberhalsigen Landzwerghühnern vor 1910.
HOLLÄNDISCHE ZWERGHÜHNER: Vorläufer der heutigen Holländischen Haubenhühner auf dem Gemälde von J. Monkhorst schon 1657. Ende des 18. Jahrhunderts bei J.M. Bechstein und D.J. Temminck.
NEW HAMPSHIRE: Ab 1915 im US-Staat New Hampshire aus Rhodeländern (Rhode Island Reds) durch strenge Auslese erzüchtet.
RHODELÄNDER: USA. Seit Mitte des 19. Jahrhunderts aus Rhode-Island-Hühnern, gelben Cochins und braunroten Malaien. Inwieweit die von Wandelt angeführten Shakebags, Rote Shangaes und Chittagongs Verwendung fanden, ist nicht geklärt.
SUSSEX: Seit Beginn des 19. Jahrhunderts Zuchtversuche mit Dorking, Cochin und Brahma in den südenglischen Grafschaften Kent, Surrey und Sussex. Fleischlieferanten für die Londoner Märkte.
WELSUMER: In den holländischen Orten Epe, Olst und Wijhe entwickelten Züchter seit 1911 aus Landhühnern, Orpington, Faverollos, Dorking, Cochin und Wyandotten einen Huhntyp, der große und dunkelbraune Eier legte.
WYANDOTTEN: Vorläufer waren mittelschwere Hühner mit beliebter Zeichnung der Silbersebright, in den USA schon ab 1865. Aus dem Ergebnissen, den "Amerikanischen Sebright" oder "Sebright-Cochin" entstanden silber-schwarz gezeichnete Hühner, die ab 1883 nach einem Indianerstamm benannt wurden.
ZWERG-ORPINGTON: In Deutschland entstanden die ersten Zwerg-Orpington bei E. Kühn, Leipzig, ab 1907.
ZWERG-WELSUMER: Verzwergung der Großrasse um 1930 bei P. Wagner, Altenburg. Aus idiologischen Gründen zunächst nicht anerkannt.
ZWERG-WYANDOTTEN: Namensgebend war ein nordamerikanischer Indianerstamm (Wyandots). Seit 1906 in England.

Quelle: Fotos, Offizielle Musterbeschreibungen des Bundes Deutscher Rassegeflügelzüchter (BDRG) e.V. mit freundlicher Genehmigung des BDRG ; Text, Horst Schmidt - Taschenatlas "Hühner und Zwerghühner"

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